Das Instrument ist immer noch ein „Schlüssel“ für den Instrumentalunterricht an Musikschulen
und als erstes Instrument besonders geeignet. Volkslieder und leichte Tänze aus der
Renaissance- oder Barockzeit sind meist Gegenstand des Anfangsunterrichts.
Bleiben Schüler länger bei der Blockflöte merken sie, dass man auch im fortgeschrittenen Stadium
Sonaten und Konzerte, besonders nach dem Übergang zur Altblockflöte, auf ihr spielen kann.
Können Schülerinnen und Schüler Sopran- und Altblockflöte spielen, ist auch das Spielen auf
Tenor- und Bassblockflöte kein Problem, denn diese sind auch in c- und F gestimmt.
So ergibt sich das Musizieren im Blockflötenquartett.
Die Blockflöte eignet sich besonders auch für das Spielen von wirklich moderner Musik.
Seit etwa 1960 schreiben die Komponisten der Avantgarde für Blockflöte und entlocken
ihr ungeahnte klangliche Möglichkeiten. Sehr gut klingt aber auch moderne Popmusik,
wenn sie im Ensemble mit den verschiedenen Blockflöten [Sopran, Alt, Tenor, Bass] gespielt wird.
So ist die Blockflöte sowohl ein altes als auch ein neues Instrument.
An unserer Musikschule gibt es mehrere Spielkreise für Kinder, einen Spielkreis für
Erwachsene und ein interessantes Blockflötenensemble „Exacompta“.
Vielleicht können Sie dieses Ensemble ja einmal hören.
Sie werden staunen über die Vielfalt der Musik, die man mit Blockflöten spielen kann!
Geschichte:
In der Tradition der Renaissance baut man auch heute noch Sopran-, Alt-, Tenor und Bassblockflöten.
Sie werden wie damals üblich in Familien gebaut. Hinzu kommen noch einige höhere und tiefere
Flöten für Spezialisten. Die Renaissanceblockflöte ist zylindrisch gebaut und hat einen offenen
Klang. Sie ist jedoch bis in den Hockbarock eher ein Nebeninstrument. Jeder Musiker spielte noch
mehrere Instrumente.
Die Wende vom 17. – 18. Jahrhundert bringt Veränderungen im Blockflötenbau mit sich.
Für dieses veränderte Instrument wurden virtuose Konzerte und Sonaten komponiert von J.S.
Bach, Händel, Telemann, Vivaldi u.a.. Auch im Barockorchester wird es verwendet.
In der Mitte des 18. Jahrhunderts wird die Blockflöte, es gibt nur noch die Altblockflöte,
von der Querflöte verdrängt.
Erst 1919 wird vom Flötenbauer Arnold Dolmetsch in England die erste neue Blockflöte gebaut.
Besonders in England ist dieses Instrument gefragt.
Auch in Deutschland beginnen Instrumentenbauer, die Blockflöte in ihr Programm mit einzubeziehen.
Nach dem 2. Weltkrieg wird neben England und Deutschland auch Holland zu einem Zentrum des
Blockflötenspiels. Von hier gehen starke Impulse für den Blockflötenbau nach historischen
Vorbildern und die Spielweise aus.