Geschichte:
Das Euphonium
Das Euphonium ist ein tiefes Blechblasinstrument, das zur Familie der Bügelhörner gehört. Zu dieser Familie gehören auch das Tenorhorn, das Bariton, das Flügelhorn und die Tuba. Als 1825 die Perinet-Ventile erfunden wurden, hat man neben der Trompete den Trompetenbass gebaut, der sich zum Flügelhorn entwickelte. Außerdem wurde dann noch eine weitere Instrumentenform gebaut, nämlich das Tenorhorn. 1843 wurde dann das Euphonium erfunden, um einen tieferen und weicheren Klang zu erhalten. Als Erfinder gilt der aus Weimar stammende Kapellmeister Sommer.
Bauweise/Klang:
Das Euphonium ist gerade gebaut und nicht wie das Tenorhorn und das Bariton oval. Die Grundstimmung des Euphoniums ist in der Regl in B. Es klingt eine Oktave tiefer als eine Trompete und eine Oktave höher als eine Tuba. Der Tonumfang entspricht in etwa dem der Posaune, allerdings unterscheiden sie sich erheblich in der Klangfarbe. Das Euphonium ähnelt mit seinem weichen Klang stark dem Waldhorn, während die Posaune härter klingt.
Das Tenorhorn/Bariton:
Diese Instrumente haben andere Ventile, nämlich sogenannte Drehventile und sind oval gebaut. Das Tenorhorn und das Bariton sind sich ansonsten sehr ähnlich. Das Tenorhorn klingt in hohen Lagen etwas heller und stärker, weil sich höhere Naturtöne wegen einer etwas anderen Mensur besser erzeugen lassen. Das Bariton ist weiter gebaut und klingt deshalb in tiefen Lagen weicher und voller als das Tenorhorn. Die Intonation ist zudem variabler. Tenorhornstimmen werden heute meist mit dem Bariton gespielt.
Einsatz:
Alle diese Instrumente werden natürlich meistens in Blaskapellen und Blasorchestern eingesetzt. Aber auch in der klassischen Musik finden sie Verwendung im Orchestersatz und auch als Soloinstrument. Unsere Musikschule hat ein sehr gutes Symfonisches Blasorchester, bei dessen regelmäßigen Konzerten man diese Instrumente hören kann.

