Als Keyboarder befindet man sich in einer Welt, die reich ist an Entwicklungen sowohl technisch als auch musikalisch, kreativ, experimentell und praktisch.
Geschichte:
Die Geschichte der elektronischen Tasteninstrumente begann 1885 als E. Lorenz das erste
brauchbare elektromechanische Instrument herstellte. Zwei Jahre darauf präsentierte
Thadeuss Cahill das Dynamophon, den ersten Synthesizer, der bisher nur Sinustöne liefert.
1906 wurde die Elektronenröhre erfunden, Grundlage für viele moderne Instrumente.
1934 erschuf Laurens Hammond eine Hammond-Orgel.
Der erste spannungsgesteuerte Synthesizer wurde von Robert Moog erfunden, worauf dann der Minimoog
1970 folgte. In den 80ern etablierte
sich durch die neuen Möglichkeiten der digitalen Klangerzeugung das heute gebräuchliche Keyboard.
In den 90ern wurden die ersten Keyboards für Laien im niedrigen Preissegment auf den Markt gebracht.
Heute gibt es eine breite Palette von Modellen verschiedener Hersteller, die verschiedene Ansprüche
abdecken. [zB. Yamaha, Roland]
Aufbau des Keyboards
Hauptkriterium und Vorteil eines Keyboards ist seine einfache Transportierbarkeit und Kompaktheit.
Die meisten Keyboards sehen auf den ersten Blick einem Klavier ähnlich, allerdings unterscheiden
sich auch sehr hochwertige Keyboards bezüglich Anschlag und Spielgefühl erheblich von Klavieren
oder Flügeln. Da die Tasten im Normalfall keine Mechanik betätigen, sondern nur einen elektrischen
Kontakt herstellen müssen, ist beim Keyboard erheblich weniger Kraftaufwand erforderlich.
Höherpreisige Keyboards ahmen mit gewichteten Tasten bis hin zu einer komplizierten Hammermechanik
das Tastendruckgefühl echter Pianos nach, die somit ein fast schon realistisches Spielgefühl
vermitteln. Die Anzahl der Tasten variiert von Modell zu Modell. Möglich sind bis zu 88 Tasten,
also der Tonumfang eines herkömmlichen Klavieres. Im Bereich der portablen Keyboards werden aber
meistens 61 Tasten-Klaviaturen verwendet.
Auf einem Keyboard findet man verschiedene Bedienelemente um die Funktionen des Keyboards
steuern zu können. Die meisten Keyboards besitzen zudem ein Display, auf dem die derzeitigen
Einstellungen dargestellt werden. Auf der Rückseite der Keyboards befinden sich meistens
mehrere Audioanschlüsse, MIDI-Anschlüsse und Anschlüsse für Pedale
[etwa Sustain- oder Piano-Pedal].
Einige Keyboards besitzen ein Disketten-, CD-, oder Speicherkartenlaufwerk, mit dem es
möglich ist, zusätzliche Töne, Stile für die Begleitautomatik oder Songs im MIDI-Format
in den internen Speicher zu laden.
Verwendung in der Musik
Das weit verbreitete Homekeyboard wird oft in der Hausmusik und der Musikpädagogik eingesetzt.
Das Keyboard mit seinen Möglichkeiten von Klangsynthese, Sampling, Editing, Sequencing, Midi,
Mixing usw. ist die kompakte Version eines Produktionsstudios. Im Tonstudio unterstützen
sogenannte „Masterkeyboards“ oder „Arrangerkeyboards“ den Musiker bei der Komposition oder
Produktion von Musikstücken.
In den verschiedensten Musik-Genres werden Keyboards eingesetzt. Im professionellen Umfeld bedient der Keyboarder meistens mehrere spezialisierte Geräte, etwa E-Piano, Sampler oder Hammond-Orgel. Das Keyboard bildet in vielen Stilen das harmonische Fundament eines Musikstückes.
Der Unterricht
Der Unterricht findet in kleinen individuell abgestimmten Gruppen von maximal drei Schülern
oder einzeln statt, da das Instrument als Alleinunterhalter-Instrument aber auch als
Band-Instrument konzipiert wurde. Dadurch entsteht eine lockere Atmosphäre,
in der sich hervorragende Lernergebnisse einstellen. Wesentlicher Bestandteil
des Unterrichts ist das Erlernen von Klaviertechnik, Spielen nach Noten und Akkordsymbolen,
Notenlehre : Violin- und Bass-Schlüssel, Akkord- und Harmonielehre, Pädagogisch sinnvolles
anwenden der keyboardeigenen Techniken d.h. Umsetzen der verschiedenen Sounds in den Liedern,
Sinnvoller Einsatz des Rhythmusgerätes zum Entwickeln eines guten Timings, Einsatz der
Begleitautomatik zum gemeinsamen Musizieren “wie in einer Band” und zum Erlernen verschiedener
Musikstilistiken.
Ausstattung
Für den Unterricht stehen aktuelle Yamaha Keyboards zur Verfügung.
Damit wird Anfängern der Einstieg leicht gemacht und Fortgeschrittene erhalten
reichlich Unterstützung auch für kompliziertere Arrangements.